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Wolfsnachweis im Landkreis Gießen
Am 10. Januar kam es im Raum Pohlheim /Gießen zu einer Wolfsbeobachtung. Das Tier hat eine Verletzung am rechten Hinterlauf, welche offensichtlich durch einen Verkehrsunfall in der Nacht zuvor resultiert. Mittlerweile konnte laut Hessischem Umweltministerium durch das Institut Senckenberg anhand am Unfallfahrzeug aufgefundener Haare eine DNA-Analyse durchgeführt werden. Diese Untersuchung hat ergeben, dass es sich bei dem Zuwanderer höchstwahrscheinlich um einen Wolf aus der italienisch-schweizerisch-französischen Population handelt. Experten gehen davon aus, dass der Wolf auf Dauer dieses stark besiedelte Gebiet verlassen wird und seine Wanderung fortsetzt. Neuesten Presseberichten zu Folge ist der Wolf nun am 21.01. im Bereich Lich gesichtet worden. Eine Einwanderung in den Vogelsberg ist somit nicht auszuschließen.
Dies ist nun der zweite Wolf, welcher in Hessen seine Fährte zieht. Schon vor drei Jahren wanderte ein junger Wolfsrüde in den Reinhardswald ein, wo er sich auch heute noch aufhält. Insgesamt kann zurzeit in Deutschland von einer Population von 50 bis 60 freilebenden Wölfen ausgegangen werden.
Bei einer Beobachtung oder dem Auffinden von Spuren oder Rissen können Sie analog der Vorgehensweise bei Luchsnachweisen jederzeit einen der regionalen Luchsbeauftragten zu Rate ziehen. Von den Beauftragten werden eventuelle Nachweise an die entsprechenden Stellen weitergeleitet.
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